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Neuseeländer – die Kiwis und was sie so besonders macht
Von admin | 21.Juli 2009

Kiwi heißt nicht nur der Vogel - auch neuseeländer nennen sich so
Die Neuseeländer werden allgemein als Kiwis bezeichnet. Wenn man das Stereotyp des Kiwis anwendet, muss man unterscheiden zwischen dem frühen Pionier, dem ‘self made man’, der sich dieses Land mit Mühe und Verzicht erschlossen hat, um den Nachkommen ein besseres Leben zu bieten und dem heutigen Kiwi, der besonders die deutschen Einwanderer oft zur Verzweiflung bringt, weil er alles auf die leichte Schulter nimmt, zwar gut im Improvisieren, aber auch – in den Augen von Deutschen – sehr unzuverlässig ist.
Kiwis, die in Neuseeland aufgewachsen sind, wollen sich zwar in der Welt umsehen, so dass die meisten von ihnen einen längeren Aufenthalt in Europa oder Amerika hinter sich haben (man spricht hier vom OE, dem Overseas Experience), aber sie kommen doch gerne wieder, weil sie den Lebensstil ihrer Heimat doch sehr zu schätzen wissen.
Die kulturellen Unterschiede zwischen Kiwis und Deutschen kommen besonders zum Tragen, wenn beide zusammenarbeiten müssen. Die Kiwis machen die Sachen einfach anders. Wenn sie etwas versprechen, dann bedeutet das noch lange nicht, dass sie es auch sofort in die Wirklichkeit umsetzen. Keine Sorge, sie werden ihr Versprechen einlösen, aber es kann dauern.
Im persönlichen Bereich sind die Kiwis sehr freundlich und immer bereit zu helfen. Man kann sehr schnell mit ihnen warm werden. Die Deutschen behaupten, dass die deutsche Art der Freundschaft erheblich tiefer geht und länger hält.
Aber vielleicht sollten Sie Ihre Erwartungshaltung ändern, denn der neuseeländische Umgang ist von unterschiedlichen Voraussetzungen geprägt. Man ist zwar nett zueinander, aber man erwartet zunächst nicht, dass der Freund sich ganz öffnet und über persönliche Probleme spricht. Diese Art der Freundschaft zu entwickeln dauert auch in Neuseeland länger. Haben Sie Geduld mit Ihren neuen Freunden. Die Freundschaften mit den Kiwis, die Sie sehr mögen, werden wachsen, je mehr Sie gemeinsame Erinnerungen teilen und gemeinsame Erfahrungen machen.
Die spontanen – erstmal vielleicht oberflächlichen – Freundschaften, die man schnell schließt tragen erheblich zur Lebensqualität bei. Es ist sehr angenehm, auf der Straße mit einem freundlichen ‘Hello’ von Fremden begrüßt und in ein Gespräch verwickelt zu werden. Die Freundlichkeit der Kiwis ist nie gekünstelt. Überall findet man noch echtes menschliches Interesse. Sie werden sehen, dass viele Ihnen ganz Fremde Ihnen einiges über ihr Leben erzählen. Hören Sie zu! Es ist höflich.
Die Familie ist sehr wichtig für die Neuseeländer und aus diesem Grunde wird viel Energie und Zeit da hinein gesteckt. Für enge Freundschaften bleibt da nur noch wenig übrig. Die Familie ist aber nicht exklusiv. Man kann auch als Deutscher Teil einer neuseeländischen Familie werden. Hier sind besonders die Maoris zu loben. Sie bewerten die Familie – Whanau sehr hoch. Wenn Sie bereit sind, sich ihnen anzuschließen, gibt es immer Platz in der ohnehin unüberschaubaren Menge der maorischen Whanau (Familie).
Die Maori
Die Maori sind die ursprünglichen Bewohner Neuseelands, wobei sie aber auch erst vor etwa 800 Jahren an der Nordspitze des Landes angekommen sind. In sieben Kanus sollen sieben Häuptlinge dort gelandet sein – woher sie genau kamen ist bis heute unklar.
Derzeit leben etwa 530.000 Maoris in Neuseeland. Die meisten von ihnen leben auf der Nordinsel, besonders in und um die Stadt Gisborne und in Northland in und um die Stadt Kataia. Nur ein Viertel der Maoris sprechen noch ihre Muttersprache. Es hat jedoch in den letzten Jahrzehnten eine sogenannte ´Maori Renaissance´ stattgefunden. Mehr und mehr Maoris lernen jetzt ihre eigene Sprache und schicken ihre Kinder in spezielle Schulen, wo sie in der Muttersprache unterrichtet werden Dies hat zu einer Aufwertung der Maori Sprache geführt.
Die neuseeländische Urbevölkerung ist ärmer als die übrige Bevölkerung, das durchschnittliche Einkommen der Maori beträgt NZ$ 14.800 und ist damit nicht einmal halb so hoch wie der Durchschnitt von NZ$ 30.000.
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Bild: © Christian Uhrich – Fotolia.com
Tags:amerika, Arbeiten, aufenthalt, deutsche art, freunden, geduld, Kiwi, Kiwis, Maori, Neuseeland, Neuseeländer, neuseeländisch, overseas experience, ra, self made man, Stellung, stereotypTopics: Neuseeland | 1 Kommentar »
17.November 2009 at 15:06
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