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Arbeiten und Leben in Neuseeland
Von admin | 21.Juli 2009
Wer in Neuseeland arbeiten möchte muss eine Arbeitserlaubnis beantragen – am besten bevor er nach Neuseeland einreist. Dies geschieht entweder im Zusammenhang mit der Visa-Beantragung oder auf Basis eines job offer, eines konkreten Stellenangebotes, das Ihnen vorliegt. Die bürokratischen Schritte sind aber nicht das einzige Abenteuer bei der Arbeit in Neuseeland – Sie werden sich an das Arbeitsleben dort erst gewöhnen müssen.
Haben Sie die Arbeitserlaubnis und einen Job, dann müssen Sie vor Ort eine Steuernummer (IRD number) beantragen. Sie werden dann innerhalb weniger Tage beim Finanzamt (IRD – Inland Revenue Department) registriert. Sie behalten diese Steuernummer für den Rest Ihres Lebens. Der Steuersatz ist wie in Deutschland nach Einkommen gestaffelt und bewegt sich zwischen 19,5 und 39 Prozent. Einen Freibetrag gibt es nicht.
Arbeitsleben
Man kann sagen, dass man in Neuseeland arbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt. Das bedeutet aber nicht, dass die Kiwis auf der faulen Haut liegen und sich vor der Arbeit drücken. Hier wird hart und gut gearbeitet. Man kann sogar sagen, dass sehr effizient gearbeitet wird, auf die Kiwi Art eben: Man wägt hier genau ab, wie die Situation ist. Welche Sachen haben Priorität, was kann warten. Das was warten kann dauert dann eben manchmal etwas länger. So verläuft die Arbeit stressfreier, man regt sich nicht über Kleinigkeiten auf.
Der Umgang miteinander ist entspannter und unabhängig vom Beruf oder der Stellung des Gegenübers. Im Hochsommer kann Sie ein Rechtsanwalt durchaus in Shorts und Freizeithemd zu einer wichtigen Unterredung empfangen.
Neuankömmlinge sollten diese Art nicht von vorneherein kritisieren. Es empfiehlt sich, offen zu bleiben und sich anzupassen. Die deutsche Einstellung zur Effizienz gemischt mit der neuseeländischen kann gute Erfolge erzielen. Das zeigen die vielen erfolgreichen Firmen unter deutscher Leitung in Neuseeland.
Denn stressfrei arbeitet man besser und vor allen Dingen kreativer. Einschränkend muss jedoch gesagt werden, dass mit der zunehmenden Präsenz von multinationalen Konzernen auch die Arbeitsmoral der Kiwis im Begriff ist, sich zu ändern. Es kann in Zukunft durchaus geschehen, dass auch Kiwi Arbeiter und Angestellte dem westlichen Stress-Syndrom zum Opfer fallen.
Bild © Tom Mc Nemar – Fotolia.com
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28.Juli 2009 at 10:05
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